Ulasuga-Guggen e.V.
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Berichte und News
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Einen wahren Boom erlebte gestern - alle Jahre wieder - die Krawatten-Branche: Unzählige dieser (zumindest aus Sicht einiger RUNDSCHAU-Redakteure lästigen) Accessoires erfuhren am Tag der närrischen "Weiber" eine drastische Veränderung.
Sprich: Ihnen wurde - schnipp - der Garaus gemacht, was den Schlips-Herstellern nun eine enorme Nachfrage beschert.
Bestens gelaunt und mit Scheren bewaffnet, stürmten Horden von krummnasigen Hexen und feschen Gardemädchen durch die Region. Die Männer in Rathäusern, Geschäften und natürlich auch in unserer Redaktion waren vor den aufgebrachten Närrinnen nicht mehr sicher. Und wer es vorzog, an diesem Tag vorsorglich ohne Binder aus dem Haus zu gehen, dem wurden eben - schnipp - die Schnürsenkel gekappt. Nur in seltenen Fällen gelang es den ausgeguckten Opfern, sich durch eine Gegenleistung in Form geistiger Getränke "freizukaufen".
Überall herrschte mehr oder weniger ausgelassene Stimmung, war Party pur angesagt, ob im Rottal oder in Gschwend, ob am Fuße des Untergröninger Schlosses oder in Gaildorf. Dort gaben sich die vom Rottal herüber "geflogenen" Hexen - heuer ohne ihren musizierenden "Wasserkarle", der verletzungsbedingt pausieren musste - und die Mädchen der Schloss-Garde die Klinken in die Hand.
                                                                                                                                                                                                                  






















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Untergröningen. 
Es ist wieder so weit: In Untergröningen sind die Hexen los. Am Samstagabend haben die Untergröninger Schlosshexen zum großen Jubiläumstreffen in den Brauereigasthof "Lamm" eingeladen - nämlich zum nunmehr elften Hexenfest. Dabei musste das extra dafür gebraute Hexenbier erst ihr Wohlwollen finden, bevor es für die laufende Faschingssaison freigegeben werden konnte.
Die Untergröninger Schlosshexen hatten erneut die Geister, sprich: ihre Hexenkolleginnen aus der näheren und weiteren Umgebung zusammengetrommelt, und die kamen tatsächlich in Scharen - selbstverständlich auf ihren Besen in die Lammbrauerei angeflogen.
Aber auch der berüchtigte Untergröninger Elferrat, das edle Prinzenpaar Miriam I. und Denis I. sowie die talentierten Gardemädchen erwiesen den närrischen Schlosshexen ihre Referenz zum großen Jubiläum.
Flotte Stimmungsmusik und das - der Braumeister kann aufatmen - von den Hexen zum Trinken frei gegebene spezielle Hexenbier, die "Liebliche Hex", sorgten dafür, dass die Stimmung keine Sekunde lang abkühlte.
Wer an diesem Abend nicht mitmachen wollte, dem wurde kurzerhand mit dem Hexenbesen schnell auf die Beine geholfen. Um DJ Topfe auch einmal die Gelegenheit zum Hexenbiertrinken zu geben, gab es eine schrill-schräge Entlastung: Die Musiker der Ulasuga-Guggen und der Heubacher Mondstupfler erwiesen sich als weitere Stimmungsmacher.




Gaildorf:  Ein paar Zuschauer weniger und auch der Umzug schien in diesem Jahr etwas kompakter geraten zu sein. Dennoch hat der 76. Gaildorfer Pferdemarkt gestern beim Publikum die Erwartungen erfüllt.
Warm eingepackt warteten gestern nach Schätzungen der Polizei kurz nach 14 Uhr knapp über 20 000 Menschen in Gaildorf auf den Beginn des Umzugs. Mit dem edlen Ritter Rabenoldus aus der Gaildorfer Stadtgeschichte vorneweg setzte sich der Tross dann auch in gewohnter Manier in Bewegung. Auf großes Interesse stießen naturgemäß wieder die Themenwagen. Dabei gings um Wahlen, Windmühlen und auch etwas Schweinskram. In Fichtenberg möchte man die "Scheuer" unbedingt wieder öffnen - und sei es auch mit einer auf moralisch bedenklichen Füßen stehenden Geschäftsidee. Berlusconis berüchtigte Bunga-Bunga-Partys lassen grüßen. In der thematischen Auseinandersetzung mit der Schließung der Gaildorfer Diak-Außenstelle wurde klar, wie sehr die Gaildorfer doch an ihrem ehemals beliebten Kreiskrankenhaus gehangen haben. Soviel zum Umzug. Vom Verkauf einiger täuschend echt wirkenden Spielzeugwaffen abgesehen, präsentierte sich der Krämermarkt eher unpolitisch. Hier gabs neben korrekten Bio-Gewürzen auch diverse Wunderpulver zu kaufen. In der Anwendung des einen sollen selbst hartnäckige Schneeränder auf Leder mühelos verschwinden, im Gebrauch des anderen glänzt Omas Silberbesteck angeblich im Nu wie neu.
Manche Händler hatten im Schneetreiben allerdings etwas Mühe, Schwung in ihr Business zu bekommen. Bratpfannen kauft man nicht gerne bei Minusgraden unter freiem Himmel. Dafür lief der Absatz von Socken recht gut. Doch da steckte der Teufel im Detail und ein Preisvergleich oder die Abwägung, die Fußwärmer doch lieber selber zu stricken, lohnte sich.Info Offen bleibt die Frage, welches gestern die schönste Gruppe oder der schönste Wagen war. Eine Entscheidungshilfe für die RUNDSCHAU-Leserinnen und Leser sind vielleicht die vielen Bilder in unseren Galerien.
Von Wundmühlen und Wunderpulvern!
Besen, Bier und Garden: Alles für die Hexx
Garden und Hexen stürmen durchs Land



Von Peter Hohl

Pfedelbach - "Happy Birthday to you" und "Hoch soll er leben" rumpelt das Blech über den Rasenplatz neben
der Erich-Fritz-Halle. Hunderte von kleinen und großen Sportlern im weiten Rund singen zu den Klängen der
Blasmusik. Der drittgrößte Sportverein im Hohenlohekreis feiert sich selbst. Der Festumzug am
Sonntagnachmittag war der Höhepunkt im Jubiläumsprogramm zum 100-jährigen Bestehen des TSV
Pfedelbach.
Trocken
Lange hatte es so ausgesehen, als würde das Wetter den Pfedelbachern ihren Festtag vermiesen. Den
ganzen Vormittag über hatte es geregnet, Doch als sich die 27 Gruppen in der Kapellenstraße in Marsch
setzten, hatte der Himmel ein Einsehen: Es war trocken, wenn auch - im Vergleich zum Vortag -
empfindlich kühl.
Der guten Laune tat dies keinen Abbruch. Zahlreiche Schaulustige säumten die Hauptstraße und begrüßten
bekannte Gesichter mit viel Hallo. Angeführt von den Fahnenträgern und einem Traktorgespann mit der
roten Rakete (Sie verkörpert das Jubiläumsmotto: "Von null auf hundert, wir starten durch"), zog der bunte
Tross in Richtung Erich-Fritz-Halle.
Die Ehrenmitglieder wurden stilvoll mit zwei Gespannen durchs Dorf kutschiert, die ältesten Vereinsmitglieder
durften in drei Oldtimern Platz nehmen. Die ersten musikalischen Akzente setzte der Musikverein Pfedelbach.
Er ist bekanntlich ein Kind des TSV, das allerdings seit beinahe drei Jahrzehnten auf eigenen Füßen steht.
Fröhlich
Fitte Frauen spazierten schwungvoll am Schloss entlang, elegant die Nordic-Walking-Stöcke auf dem Asphalt
platzierend. Die Turnkinder wedelten fröhlich mit roten und weißen Puscheln. Tennisbälle hüpften von
Schläger zu Schläger, Fußbälle kreisten im Dickicht der Beine, und die Badminton-Abteilung brachte
schlagfertig Federball um Federball unters Volk.
Zwei Guggenmusik-Gruppen, dazu die Majoretten aus Dünsbach und die Fahnenschwinger aus Öhringen
lockerten als Gäste den festlichen Reigen auf.
Für viel Heiterkeit sorgte der mobile Boxring im Schlepptau eines Traktors. Er erinnerte an ein längst
vergangenes Kapitel in der 100-jährigen Vereinsgeschichte. Zwei muskelbepackte Athleten ließen die Fäuste
fliegen und grinsten dabei so genüsslich, dass es fast ein wenig schade ist, dass es die Boxabteilung des TSV
Pfedelbach schon lange nicht mehr gibt.
TSV Pfedelbach startet zügig durch